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SBWL International Accounting – Erfahrungsbericht

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Die SBWL International Accounting & Controlling ist eine gute Spezialisierung für Studierende, die an den Inhalten der AMC Vorlesungen interessiert sind und diese weiter vertiefen wollen. Man bekommt in den fünf Kursen, die allesamt als PI (also mit Anwesenheitspflicht) abgehalten werden, eine Vertiefung im Bereich des Rechnungswesens von internationalen Konzernen. Die Unterrichtssprache ist grundsätzlich Englisch. Das Aufnahmekontingent beträgt im Wintersemester 120 und im Sommersemester 60 Studierende.

Gute AMC-Noten – Pflicht für die Aufnahme in die SBWL

Das Aufnahmeverfahren für diese SBWL hängt ausschließlich vom Noten-Durchschnitt in AMC 1 und 2 ab. Dies hat zur Folge, dass es für Interessierte essentiell ist, sich bereits gut auf die AMC-Prüfungen vorzubereiten, um sich in diesem Bereich spezialisieren zu können. Als ich die AMCs geschrieben habe, habe ich mich noch kaum mit den möglichen Spezialisierungen beschäftigt und hatte rückblickend Glück, dass ich den notwendigen Notenschnitt (in einem Semester mit 60 Studierenden 1,5 oder 2,0) erreicht habe.

3 Kurse in einem Semester – die Empfehlung vom Institut

Nachdem man in die SBWL aufgenommen wurde, erfolgt eine automatische Anmeldung zum Kurs 1 (in einem Semester mit 120 aufgenommenen Studierenden ist das wahrscheinlich anders), in dem Grundlagen des IFRS Accountings behandelt werden. Diese PI erfolgt geblockt in 6 Einheiten und dauert nur knapp eineinhalb Monate. Ich habe dadurch einen guten Überblick über die Rechnungslegung nach IFRS bekommen und es wurden wichtige Unterschiede im Vergleich zum UGB (wird in den AMCs gemacht) erklärt. Die Prüfungen (eine kleine in der zweiten Einheit und zwei größere) waren nicht wirklich schwierig und auch die Vorbereitungszeit hielt sich in Grenzen.

Nachdem die 1. PI (Voraussetzung für die weiteren Kurse) positiv absolviert wurde, erfolgt die Anmeldung für die Kurse 2 und 3 wiederum automatisch. Es wird vom Institut empfohlen alle 3 PIs im ersten Semester der SBWL zu absolvieren, da ansonsten im nächsten Semester kein Platz garantiert werden kann. Ich habe allerdings mitbekommen, dass einige Studierende die Kurse im 2. oder 3. Semester nach Start der SBWL gemacht haben.

Kurs 2 und 3 – die 2. Semesterhälfte

Die 2. PI war wahrscheinlich die schwierigste der ganzen SBWL, weil hier die Jahresabschlusskonsolidierung und weitere Vorschriften der IFRS behandelt werden. Es hat jedes Mal ein Miniquiz zu Beginn der Einheit gegeben, allerdings gab es danach keine Anwesenheitspflicht mehr (was ich als sehr angenehm empfand). Da ich die Konsolidierung bereits aus Rechnungslegung & Steuerlehre gekannt habe, waren für mich die Prüfungen zwar kein großes Problem, aber dennoch eine Herausforderung. Ohne dieses Vorwissen wäre es mir wahrscheinlich wie einigen Mitstudierenden gegangen, die trotz Besuchs der Vorlesungen Schwierigkeiten bei den Prüfungen hatten.

Der dritte Kurs befasst sich mit dem internen Rechnungswesen und wiederholt zu großen Teilen den Stoff des internen Rechnungswesens für AMC 2 in Englisch. Als neue Inhalte werden Verrechnungspreise und Performancemanagement behandelt. Budgetierung und die Abweichungsanalyse (ist in diesem Kurs aber deutlich entschärft) kennt man bereits aus AMC 2. Die Vortragenden haben den Stoff durchaus interessant erklärt und die Leistungsbeurteilung (5 kleinere Prüfungen zu Beginn jeder Einheit, die insgesamt 55 % zählen und ein größerer Abschlusstest) fand ich ganz angenehm. Da die Tests auch nicht allzu schwer waren, habe ich den Kurs 3 als besten im 1. Semester in Erinnerung.

Zwei geblockte PIs – kein großer Aufwand im 2. Semester

Der 4. Kurs besteht insgesamt nur aus zwei Vorlesungseinheiten, einer Präsentationseinheit und einem Endtest. Es werden die Grundlagen der Jahresabschlussprüfung durchgemacht, das Gesellschaftsrecht im angloamerikanischen Raum mit dem österreichischen verglichen und mögliche Betrugsszenarien in Unternehmen erläutert. Es wurden nach den zwei Vorlesungseinheiten Seminararbeiten in 7-8er Gruppen verfasst und Präsentationen über berühmte Betrugsfälle in Unternehmen gehalten. Bei einer guten Einteilung ist das für die Gruppenmitglieder kein großer Aufwand. Die Benotung ist sowohl für die Gruppenarbeit, als auch für den Abschlusstest (der nur 40 % zählt) sehr fair.

Ich habe mich für das Unternehmensplanspiel (wurde auf Deutsch unterrichtet) als 5. Kurs entschieden. Auch dieser findet wieder geblockt statt und hat nur drei Einheiten. Diese PI war für mich das Highlight der SBWL, weil man einen sehr guten Überblick über die Unternehmensplanung in der Praxis bekommen hat. Mit Hilfe einer Planungssoftware wurde in 3er Gruppen eine Periode eines fiktiven Unternehmens geplant und eine kurze Seminararbeit verfasst. Nach einem 10-minütigen Abschlusstest war auch dieser Kurs schon wieder abgeschlossen.

AMC-interessiert? Passende SBWL ohne allzu großem Aufwand

Obwohl International Accounting & Controlling aus 5 PIs besteht, konnte ich die SBWL nach 2 Semester ohne zu viel Zeit dafür zu investieren gut abschließen. Da durchwegs in allen Kursen Hard-Facts gelehrt werden, kann man auch genug Wissen aus dieser SBWL mitnehmen, welches auch in der Praxis relevant sein kann.

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